Donnerstag, 17. Januar 2013

Alice Spring/ Uluru - NT - Australien

Eine Expedition zum Uluru oder auch Ayres Rock - Nur die Harten kommen in den Garten!
Nachdem wir das angenehm warme Fremantle verlassen haben geht es geradewegs mitten in die Wüste, in das brütend heiße Alice Springs.
Nach etwa 3 Stunden Flug über Land das sich in schillernden rot, schwarz und weiß Tönen präsentiert, von Wüste, verbrannter Landschaft und Salzseen, setzt der Landeanflug mitten im Nirgendwo ein. Keine Häuser, keine Autos, keine Menschen, kein Garnichts. Scheiße!
Doch als das Flugzeug dann auf der Landebahn zum halten kommt ist zumindest der Flying Doctor Service in Sichtweite. Wenigstens etwas, falls uns ein Hitzeschlag überkommt!

Nachdem der erste Schock über die heißen Temperaturen (ca. 45°) überwunden ist, wir uns im Hostel eingecheckt haben (es gibt doch Menschen in Alice Springs) und der Besuch im Supermarkt für ein schnelles Abendessen erledigt ist (kochen ging dann nicht, weil Stromausfall), gehts es auch schon ins Bettchen, denn Abfahrt am nächsten Morgen ist viertel vor sechs.

Pünktlich wie die Maurer steht dann auch unser Tour-Guide Graison auf der Matte. Ganz professionell ausgestattet im Rangeroutfit werden wir begrüßt, das Gepäck verladen und die Plätze im Touribus eingenommen. Auf gehts!

400 km von Alice bis zum Ayres Rock oder besser Uluru, denn so haben die Aborigines ihn getauft und die sind nunmal länger in Oz als die Weißen.
Damit auf der Fahrt keine Langeweile aufkommt zunächst ein Stopp auf einer Kamelfarm. Gibt sicherlich spannenderes, aber gut. Ein paar Mitreisende lassen sich zu einen sportlichen Kamelritt hinreißen - schnell noch für Fotos mit den Kamelen posieren und dann wieder ab in den Bus. Schön, der ist klimatisiert.
Nach 7 Stunden fahrt, kleinen Spielchen im Bus wie: Wer kann aus seinem Bonbonpapier die längste Schlange machen, liegt vor uns der rote Berg ( zu diesem Zeitpunkt leider nicht rot, weil zu bewölkt. Doof! )
Erstmal geht's jedoch zu unserem Camp. Schnell selbstgemachte Wraps reingeschaufelt und dann wieder in den (klimatisierten) Bus - eine Wonne... Bei der Hitze ist man draußen nur am ölen!
Unser erster Ausflug geht zum Kata Tjuta bzw. den Olgas, benannt nach - obacht - Königin Olga von Württemberg. Ganz in der Nähe vom Uluru und genauso rot. Pünktlich zum Sonnenuntergang gehts dann aber zum Uluru - leider ist es so bewölkt, dass man das schöne Rot des Berges nicht sieht. Schade!
Kata-Tjuta1 Kata-Tjuta

Uluru
Später am Abend wieder zurück im Camp, heißt der Plan: Swags ausrollen und unterm Sternenhimmel schlafen. Nachdem alle bettfertig sind - Zähne geputzt, gewaschen, Swags ausgerollt, Trinkflasche aufgefüllt und in den Schlafsack gehüpft...passiert das was in solchen Momenten nicht passieren darf. Es fängt an zu regnen! Was soll das denn bitte??? Wir sind in Australien, in der Wüste und es ist Sommer!!! Aber es fängt nicht nur an zu regnen sondern es stürmt auch. Also: Schnell alles zusammen gepackt und doch ab ins Zelt, dass war's dann mit dem wunderschönen Sternenhimmel in der Wüste Australiens. Verdammte Axt!
Nach einer schlaflosen, weil stürmisch und heiß, Nacht, die bereits um 4 am endet, geht es zum Sonnenaufgang zum Uluru.

Sonnenuntergang;Katze-am-Uluru

Wunderschön!!! - Wir sind tatsächlich in Australien. Hier wird uns das nochmal klar!

Anschließend geht es ab zum Basewalk. 6km entlang des Uluru. Ganz schön groß das Ding. Gott sei Dank ist es um halb 8 noch nicht so heiß! Nach unserer Expedition bekommen wir auch noch einen Eindruck in die Geschichte der Aborigines und wie die damals im und am Uluru gelebt haben. Eine nette Dame der indigenen Bevölkerung weist uns ein. Sehr spannend - auch wenn wir mega müde sind, geben wir uns Mühe jedem Wort zu folgen. Palya! :)
Dann geht's ins Kulturzentrum am Uluru. Hier findet man allerhand über die Geschichte rund um den roten Berg und der Traumzeitmythologie der Urbevölkerung und vor allen Dingen aber wunderschöne Bilder!

Zum Mittagessen gehts wieder in Camp und danach schnell ab in den Pool. Schööööööön - endlich eine vernünftige Abkühlung!

Nachmittags gehts noch "into town" was immer das in der Wüste heißen soll.... naja.. viele Souvenier-Shops trifft es am Besten.
Heute findet der Sonnenuntergang für uns bei den Olgas statt. Unser Ranger hat uns eine leckere Bowle gezaubert. Gepaart mit dem wunderschönen Ausblick lässt sich das Leben doch aushalten...
Doch der Abend rundet sich erst beim zu Bett gehen, denn der Himmel ist wolkenlos, es weht nur ein lauhes Windchen und wir können mal wieder die Swags auspacken! Für heute heißt es: Schlafen unterm Sternenzelt. So viele Sterne haben wir noch nicht gesehen. Man liegt auf seiner Bettstatt und hat das Gefühl die Sterne vom Himmel pflücken zu können, so nah scheinen sie zu sein....

Dieser Blick in den Himmel beschert uns natürlich allen wunderschöne Träume, so dass uns das aufstehen morgens um 5 (gnädigerweise nicht um 4 wie vortags) unheimlich schwer fällt.
Was muss das muss - also flotti aus dem Swag gehüpft Sachen gepackt, schnelles Frühstück und mal wieder ab in den Bus. Heute liegen fast 900km vor uns. Zuerst zum Kings Canyon und dann wieder Richtung Alice Springs.

Bis zum Canyon sind es ca. 300 km, so können wir im Bus nochmal die Augen schließen... jedoch nicht lange, denn nach kurzer Fahrt steht ein Kamel mitten auf der Fahrbahn und macht es sich dort bequem. Nachdem wir uns im Bus langsam nähern, macht es dann die Fliege gefolgt von einem weiteren Companion. Und die Fahrt geht aufregend weiter...weitere Kamele und auch Wildpferde kreuzen mehrmals unseren Weg. That's Oz!

Kamel-auf-Strasse

Am Canyon angekommen erwarten uns 270m hohe Klippen. Besteigen geht leider nicht. Es hat in den letzten Tagen ein bisschen zuviel gebrannt. Wir sind nicht allzu traurig, schließlich sind es noch immer über 40°. Wer will da schon Klippen bezwingen? - Wir ganz sicher nicht. Dafür gibt's eine Geologiestunde bei Graison und wir lernen was Gumtrees alles können und wie man aus Grasbüscheln Kleber macht und wie man am besten Speere bastelt usw.

Die-Meute-folgt-dem-Tour-Guide

Mit der Erkundung des Kings Canyon endet dann auch unsere Expedition. Schee woars!
Die Rückfahrt gestaltet sich genauso amüsant wie der Rest der Tour, es wird gespielt (bastelt ein Kängeruh aus einem "Shit" of paper), gesungen (Bruder Jakob: 3 stimmiger Kanon in 3 Sprachen: französisch, deutsch, schwedisch) und gelacht (Tourguide lacht Touris aus - wegen singen, fragwürdigen Zeichnungen des Ulurus oder einfach so).

Back in Alice trifft sich die ganze Bande noch auf einen Absacker bei Annie's und dann ist Schluss. Der Flieger geht am nächsten Vormittag. Nächstes Ziel heißt Adelaide!

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