Wir sind zurück in Sydney und checken im Chilliblue ein. Das Hostel ist für unglaubliche 14$ pro Nacht zu haben, inklusive Frühstück und free WiFi. Der Nachteil ist jedoch, dass wir nicht alle im selben Zimmer sind was aber zu verschmerzen ist bei dem Preis.
Während Katharina und ich das gleiche Zimmer teilen, im obersten Geschoss und mit 10 statt mit 8 Personen, weil 2 Pärchen sich je ein Bett teilen genießt Alicia den „Luxus“ mit 6 Personen in einem Zimmer und im untersten Stockwerk zu sein. Allerdings wird sich die Zimmersituation in den kommenden 2 Wochen beinahe täglich ändern.
Da Adam, der Hostelmanager, die Hostel- Happyhour auf seiner Homepage immer nur für eine Nacht anbietet, buchen wir immer nur von einem auf den anderen Tag und können daher nicht immer im gleichen Zimmer bleiben. Aber später mehr hierzu.
Wir lernen direkt nette Leute kennen vor allem aber Rob, ein Holländer der in Bayern wohnt und Dan, ein Engländer der einfach mal ohne Geld nach Australien gereist ist und sich eigentlich nicht einmal das Hostel leisten kann. Dann gibt’s noch den „Nackten“ ein Deutscher der ebenfalls in unserem Zimmer ist, genau wie Rob übrigens. Warum der „Nackte“ diesen Namen erhalten hat wird hier aber nicht verraten :-). Außerdem ist da noch Nancy, ebenfalls aus Deutschland.
Wir genießen Sydney und das Großstadtflair sehr, vor allen Dingen nach unserer Couchsurf-Katastrophe.
So schlendern wir zum Circular Quay und Genießen die Aussicht auf die Oper und die Harbour Bridge. Schlendern weiter in „The Rocks“, den ältesten Stadtteil Sydneys und relaxen bei einem guten Lunch unter Sonne Sydneys.
Am Abend verabreden wir uns mit den Jungs zum Feuerwerk am Darling Harbour, welches dort jeden Samstag für großes Spektakel sorgt. Während die Jungs sich eigentlich für eine Patynacht mit ein paar anderen Mädels entschließen, machen wir uns auf den Weg zurück ins Hostel nachdem wir uns den Darling Harbour genauer angesehen haben. Zu unserer Überraschung werden wir jedoch bereits mit Drinks erwartet. Dan und Rob haben sich wohl doch gegen die große Party entschieden.
Am nächsten Tag entscheiden wir uns für eine Free Guided Tour durch Sydney, um die Stadt besser kennen zu lernen. Eine richtig gute Tour von einer Architektur Studentin aus Sydney, die uns mit ausreichend Insiderwissen versorgt und uns die schönsten Ecken der Stadt zeigt.
Und auch wenn es in Sydney nicht so warm ist wie wir uns es erhofft hatten, genießen wir es doch sehr.
Dann kommt auch schon Carolin, Katharinas Freundin von zuhause, an. Wir beziehen ein neues Zimmer und diesmal sind wir sogar alle im gleichen Raum.
Als wir dann nachmittags durch Sydney bummeln, laufen wir doch glatt in den Moritz aus der One Big Family in Merbein. Zufälle gibt’s die gibt’s nicht. Moritz ist gerade erst in Sydney angekommen und keine Ahnung wie viele Millionen Menschen da durch die Straßen rennen... Nun gut, wir verabreden uns jedenfalls mit ihm für den Abend in unserem Hostel, da dort jeden Abend Clubbing und ein Freigetränk angeboten wird.
Während Katharina und Carolin schwänzen und den Jetlag auskurieren, begeben Alicia und ich uns mit Moritz und den anderen Jungs auf die Piste. Natürlich nicht ohne vorher eine Goonbox zu leeren und Rob bringt auch noch den guten Captain Morgen an den Tisch...
Wir genießen auf jedenfall einen chilligen Abend in verschiedenen Clubs, enden jedoch schließlich in der World Bar, wo es uns am besten gefällt.
Die Tage in Sydney fliegen so dahin und wir vertreiben uns die Zeit mit Sight Seeing, der Organisation unserer Weiterreise und natürlich Clubbing am Abend mit den Jungs.
Wir machen Tagesausflüge nach Manly und Bondi Beach, besuchen verschiedene Märkte in Sydneys Suburbs und sind auch rechtzeitig für das Festival „Vivid Sydney“ vor Ort bei dem sämtliche Gebäude in verschiedensten Farben und Mustern beleuchtet werden.
Im Hostel müssen wir ungefair jeden morgen aus- und wieder einchecken, weil wir täglich neubuchen, um den günstigsten Zimmerpreis zu bekommen. Adam tut zwar so als sei er genervt, aber er hat ein Auge auf Alicia geworfen und labert ihr täglich ein Schnitzel an die Backe. So kennen wir am Ende unseres Aufenthaltes seine ganze Leidensgeschichte verflossener Frauen, bedeutenden Liebschaften und so weiter und so fort...
Unsere Planung für die Weiterreise gestaltet sich nicht so einfach. Wir rennen von einer Travel Agency zur nächsten und lassen uns Angebote machen. Jedoch sind unsere Vorstellungen so unterschiedlich, dass wir beschließen getrennt weiterzureisen. So entscheiden sich Katharina und Carolin für eine Reise im Campervan und Alicia und ich nehmen den Bus.
Bei der Recherche in einer der Agencys rennen wir ausgerechnet in Adam, der dort gerade mit einem dort arbeitenden Bekannten quatscht. Natürlich bindet er ihm auch auf die Nase, dass wir ja so nervig sind, weil wir jeden Tag neu buchen und er dadurch soviel mehr Arbeit hat.
Aber gut, dieser Bekannte lässt sich nicht allzu viel davon beeindrucken und macht uns ein gutes Angebot für den Bus und verschiedene Aktivitäten wie tauchen und segeln usw. auf unserer Reise an der Ostküste.
Zurück im Hostel wird uns jedoch ein Liebesbrief von Adam an der Rezeption überreicht. Der Inhalt sagt zusammengefasst ungefair: „Bucht bloß nicht mit einer Agency, fragt mich, ich garantiere euch ein besseres Angebot für alles was ihr machen wollt. Wenn es nicht besser ist, übernehme ich die Kosten!“ - Haha Alicia, dass ist dir zu verdanken :-)
Adam macht uns also ein Angebot und das für den Bus ist auch unschlagbar. Aber Alicia ist ein harter Verhandlungspartner und so schlagen wir auch noch ein unglaublich gutes Angebot für Schnorcheln und Tauchen im Outareef oben in Cairns raus. Wohooo!!! Außerdem bekommen wir den netten Tipp unseren Segeltörn auf den Whitsundays direkt mit der Agentur vor Ort zu buchen, weil da die günstigsten Preise zu bekommen sind.
Wir sind glücklich!!! Nach 2 Wochen Sydney, die uns außerordentlich gut gefallen haben, kann es endlich weitergehen.
Jedoch gilt es die letzten Tage nochmal richtig zu genießen nach all dem Planungsstress. Wir machen uns einen chilligen Tag in Surrey Hills und spazieren mit Nancy über die Harbour Bridge rüber zum Luna Park, bummeln durch den Luna Park und genießen von dort aus die allerbeste Aussicht auf Sydneys Skyline.
Dann steht noch das Championsleague Finale an. Da so viele Deutsche im Hostel sind, wird es dort übertragen, allerdings zu einer unmenschlichen Zeit. Morgens um 4.
Nachdem wir uns abends schon mit Nancy und den Jungs auf ein Weinchen zusammengesetzt hatten, fällt es uns richtig schwer nach einem kurzen Schläfchen noch einmal vor den Fernseher zu hocken. So schaffen wir auch nur in der ersten Halbzeit die Augen aufzuhalten und taumeln dann wieder ins Bett....Naja, meine Ahnung von Fussball hält sich ja eh in Grenzen ;-).
Und dann neigt sich unser Aufenthalt in Sydney auch dem Ende zu. Bei strömendem Regen verlassen wir das Chilliblue und begeben uns zur Premier Bus Station (die war gar nicht so einfach zu finden). Nähster Halt Coffs Harbour.
Bye bye Sydney!
SteffiKatharina - 31. Okt, 13:39