Freitag, 26. Juli 2013

Neuseeland - Südinsel

Neuseeland


Nachdem Jenny und Scott und auch Lukas und Tanja uns in Mildura verlassen haben und wir beide so ziemlich allein auf weiter Flur die deutsche Flagge hochhalten mussten, haben wir eben diese nach zwei weiteren Wochen – und diesmal auch getrennten Jobs (Katharina an den Rags, also da wo die gepflückten Trauben getrocknet werden und ich habe mich mit „Nappie practise“ beim Tafeltrauben verpacken und stickern beschäftigt) – eingeholt und uns wieder auf Reisen begeben.

Nach einer unbequemen Busfahrt haben wir nochmal zwei schöne Tage in Melbourne verbracht. Wir waren auf der höchsten Plattform der südlichen Hemisphäre, dem Eureka Skydeck und haben uns die wunderschönen Beachhäuschen am Brighton Beach angeschaut. Diesmal direkt im Hostel in St. Kilda, konnten wir Sonntag den Markt am „Espi“ besuchen und waren außerdem nochmal den leckersten Eintopf in ganz Melbourne genießen.
Diesen Laden hatten wir bereits bei unserem ersten Melbourne Aufenthalt ausfindig gemacht und ihn zu unserer „HotList“ hinzugefügt.
Abgesehen davon, dass die erste Nacht im Hostel kaum zu ertragen war weil im Pub darunter ordentlich Feierstimmung herrschte und der Bass gefühlt direkt in unserem Zimmer stand und sogar die Betten vibriert haben, hatten wir ein wunderschönes Wochenende in Melbourne!

Von dort aus geht dann endlich der Flieger nach Neuseeland. 3 Wochen bei den Kiwis auf der Südinsel und das Coolste ist, wir reisen nun zu 3. Alicia, Gründungsmitglied der münsteraner Mädelswohngemeinschaft, gehört ab nun auch zur Reisegruppe.
Nachdem unser Flieger bereits am frühen Morgen in Christchurch landet, können wir zum Frühstück schon im KiwiBasecamp, unserem Hostel, einchecken.
Hervorragend an diesem Hostel ist, dass sie dort selbstgebackenes Brot servieren und nicht dieses blöde weiße, ungesunde, gummiartige Toastbrot, welches uns seit vier Monaten in Australien Tag ein Tag aus begleitet hat.
So setzten wir uns erst einmal gemütlich mit 'nem heißen Kakao und frisch gebackenem Brot auf die Terrasse und chillen im bedeutend kälteren aber sonnigen Christchurch.
Schließlich wird in NZ bereits die Wintersaison eingeläutet. T-Shirt und Shorts bleiben also zunächst im Rucksack.

Am frühen Nachmittag trifft dann auch Alicia ein. Völlig k.o. und mit mega Jetlag Bach immerhin 27 Stunden Reisezeit, zwingen wir sie dazu mit uns am anderen Ende der Stadt einen Burger essen zu gehen.
Aber der weite Fußweg hat sich letzten Endes gelohnt, die Burger sind erstklassig!

Am nächsten Tag geht es auf Sightseeingtour durch das vom Erdbeben gebeutelte Christchurch. Tatsächlich sieht es aus als hätten überall Bomben eingeschlagen. Kaum ein Haus in der Innenstadt steht vollständig und wir gelangen von einer Ruine zur nächsten.
Mitten in der Stadt dann der „Re-Start“ hier stehen Baucontainer aneinander gereiht, bunt bemalt, und zu kleinen Shops ausgebaut... das einzige Leben in der Stadt. Ganz schön unheimlich.

Am 26. April geht’s los mit unserem Roadtrip. Geplant ist die ganze Südinsel zu bereisen. Hierzu haben wir uns wieder einmal ein buntes Auto ausgesucht. Ein kleines Piratenschiff mit allerhand bunten Motiven. Klein und gemütlich ist unser Van. Und es ist alles drin was man für so eine Tour braucht. Es kann also losgehen:

Tag 1.: Von Christchurch nach Lake Tekapo

Nachdem wir erst spät aus Christchurch wegkommen, weil wir noch Einkäufe für die Reise besorgen müssen, noch Tanken und auch der Zwischenstopp bei „Maccas“ sein muss, machen wir uns erst gegen 15:30 auf den Weg zum Lake Tekapo. Weil es in NZ bereits schon wintert, geht die Sonne allerdings auch schon früh dem Horizont entgegen. Zu Beginn können wir also noch die wunderschöne Landschaft rund um Christchurch genießen, mit dem schneebedeckten Alpenpanorama im Hintergrund. Doch schnell ist es so dunkel, dass wir gar nichts mehr von der Landschaft mitbekommen.
Als wir schließlich am Zielort ankommen und wir alle ganz schön von der Reise und dem anstrengenden Tag geschafft sind, bereiten wir uns ein Mahl auf unserem Gaskocher, hinzu kommt ein gutes „Neuseelandweinsche“ auf den Beginn unseres Roadtrips. Anschließend die Ernüchterung, dass der Platz den wir für unser Nachtlager gefunden glaubten, das Campen verbietet. Scheiße! Mittlerweile ist es doch spät geworden. Wir sind alle müde und der Van ist auch schon zur Schlafstätte umgebaut, mal ganz abgesehen von dem Wein den wir schon intus haben und nun müssen wir abhauen und wir haben keine Ahnung wohin. Auf irgendeiner der tausend Karten finden wir schließlich dem Campground am Lake Alexandrina der nicht so weit entfernt liegt. Also nichts wie hin und endlich in die Koje.
Die Fahrt dahin ist jedoch sehr unheimlich. Zum Campingplatz führt eine kleine unbefestigte Strasse; die so genannten Gravelroads werden noch häufiger zu unserer Freude beitragen. Im Hintergrund sieht man die schneebedeckten Gipfel der Alpen, die aber zunächst nicht als solche auszumachen sind und für Unbehagen sorgen.
Schließlich gelangen wir an den Campground und wir kuscheln uns so schnell wie möglich in die Federn. Ein erste kalte Nacht unter einem wunderschönen Sternenzelt gleich am Mt Cook.

Am nächsten morgen ist die Überraschung groß. Wir sind von einer wunderschönen Landschaft umgeben. Vor uns liegt der Lake und um uns herum überall Berge. Die Bäume leuchten in Gelbtönen, die Sonne scheint und eine Entenfamilie wünscht ebenfalls einen „Guten Morgen“, was will man mehr! OK – vielleicht 'ne Dusche und ein vernünftiges Klo :)

Tag 2: Lake Tekapo nach Oamaru

Am Tag 2 unserer Reise steht Mount Cook ganz oben auf der Sightseeing Planung. Nachdem wir bereits die Nacht zuvor so gut wie im Schatten dieses Berges verbracht haben, diesen allerdings nicht sehen konnten weil es schon dunkel war, steht heute als erstes diese Besichtigung an.
So begeben wir uns schleunigst auf den Scenic Way in Richtung Mt Cook, welcher übrigens der höchste Berg Ozeaniens ist. Leider spielt das Wetter nicht mit. Es ist sehr bewölkt und so gelingen uns nur ein paar vernebelte Schnappschüsse vom Berggipfel.
Allerdings sind in diesem Augenblick die Touristen aus dem asiatischen Raum sowieso viel interessanter für uns als das Naturschauspiel.
Bei solchen Reisegruppen spielt sich eine Sightseeingtour so ab, dass ungefair tausend kleine asiatische Menschen aus einem riesigen Reisebus stürmen, allesamt bewaffnet mit Ipads oder Iphones (Kameras sind out!) und in 2,5 Minuten unzählige Fotos in unzähligen Posen vor einem Berg machen, um dann im Eiltempo wieder in den Bus zu sprinten und zum nächsten Punkt zu fahren.

Nach dieser kurzen aber intensiven Unterbrechung unseres Genusses an dem sich uns darbietenden Naturidyll, können wir uns nur verdattert fragen ob die kleinen Asiaten überhaupt wissen wen oder was sie da fotografiert haben. Aber das soll ja nicht unser Problem sein...wir hatten jedenfalls Spaß mit ihnen.

Auf der Weiterfahrt nach Oamaru kommen wir an heiligen Stätten der Maori vorbei. In den Felsen kann man theoretisch Malereien der Maori erkennen, allerdings haben ein paar „moderne Künstler“ diese Malereien mit ihren Kreationen ergänzt, so ist es für uns nicht ganz so einfach die Maori-Kunst aus diesem ganzen Wirrwarr auszumachen.
Dies bleibt für uns also nur ein ganz kurzer Besuch und schon geht die Fahrt weiter Richtung Oamaru. Nachdem wir in der letzten Nacht wild gecampt haben, entscheiden wir uns heute für Dusche und eine vernünftige Kochgelegenheit und finden einen günstigen CaravanPark ca. 20 km vor Oamaru. Der Weg dahin führt uns durch das sehr ländliche Neuseeland. So geraten wir in einen Stau, verursacht durch Kühe die gerade eine Strasse überqueren und kein Ende der Kuhherde ist in Sicht. Eine der Damen ist jedoch so freundlich und gewährt uns Vorfahrt und somit erreichen wir unser Ziel zeitnah. Wie wir feststellen sind wir auf einem preisgekrönten CaravanPark gelandet und uns gefällt es recht gut (später stellen wir jedoch fest, dass in Neuseeland ungefair alles preisgekrönt ist). Schnell lernen wir Deutsche kennen, die sich hier dauereinquartiert haben und holen uns mal direkt ein paar Tipps ab.
Nach erstem Umschauen und etwas ausruhen, machen wir uns auf nach Oamaru. Die Stadt verspricht einen Aussichtspunkt von dem man Pinguine sehen kann und da wollen wir hin. Vor allen Dingen Alicia möchte unbedingt die kleinen Watscheltiere sehen.
Leider ist unser Timing nicht so toll, um nicht zu sagen echt bescheiden. Denn kaum haben wir den Parkplatz des Aussichtspunktes erreicht, kommen uns bereits die Touristenmassen entgegen, die sich wieder auf dem Weg zum Auto befinden.
Tatsächlich ist dann auch kein einziger kleiner Pinguin auf weiter Flur, als wir den Aussichtspunkt erreichen. So ein Pech!!
Naja... dafür genießen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang bevor wir wieder zum CaravanPark düsen, kochen, Weinsche trinken und schlafen gehen.

Tag 3: Oamaru nach Dunedin

Auf dem Weg nach Dunedin entdecken wir die Mouraki Boulders. Verrückte Steine die wie riesige Murmeln am Strand liegen. Wir machen richtig coole Fotos an diesem ungewöhnlichen Platz.
Im Übrigen entstehen diese Steine ähnlich wie Perlen und sind deshalb so schön rund.

Dann geht’s weiter nach Dunedin.
Für Neuseeland gilt, dass es im Grunde überall wunderschön ist. So verleitet jede Haltebucht am Wegesrand zum anhalten, aber dass hält man auf die Dauer nicht durch und deshalb müssen wir kleine Abstriche machen und genießen den Ausblick von unserem Van aus.

Alicia bekommt jedoch öfter mal das Kribbeln in den Fingern und muss anhalten um schnell ein „paar“ (ca. 300 pro Motiv) Fotos zu schießen. Sie ist mit einer brandneues Spiegelreflexkamera in NZ angereist, die jetzt natürlich heißläuft bei all den schönen Dingen die es zu sehen gibt. Alles wäre wunderschön, wäre da nicht das verflixte Käppchen zum Schutz der Kameralinse. Dieses Käppchen ist quasi immer da wo Alicia es gerade nicht findet... so gestaltet sich ein Fotostopp meist so, dass wir anhalten, Alicia rausspringt um Fotos zu machen und sobald wieder alle an Bord sind suchen wir das Kamerakäppchen, bevor wir dann weiterfahren können.
So wird es schnell zum Running-Gag, dass sobald Alicia sich suchend im Van umschaut, Katharina und ich aus einem Mund grölen: „Das Käppchen!!!“ Bisher habenwir es aber immer noch wieder gefunden.

Jedenfalls kommen wir auch in Dunedin an, was als Studentenstadt bekannt ist und außerdem ist dort die steilste Strasse der Welt – also obacht!
Zur Stärkung wollen wir uns einen Mittagssnack gönnen und suchen uns hierzu ein nettes kleines Café aus. Da aber auch menschliche Bedürfnisse nach einem ganzen Tag im Auto Not tun, passt es leider gar nicht, dass alle umliegenden Cafés keine Toilette anbieten.
So kommt es zu einem Run durch die ganze Stadt auf der Suche nach einer öffentlichen Toilette. Schließlich und halb verzweifelt, gelangen wir an den wunderschönen Bahnhof, der eine umso schönere Wirkung hat, weil er dringende Bedürfnisse befriedigen kann. Es gibt eine öffentliche Toilette.
Dann machen wir uns wieder auf in die Innenstadt und gönnen uns den wohlverdienten Snack nach einem kurzen Besuch im Museum und einer Tour durch die Stadt, diesmal mit in aller Seelenruhe geht’s wiedermal auf die Suche nach der nächsten Schlafgelegenheit.
Da Dunedin nur sündhaft teure Campingplätze anbietet für die wir nicht bezahlen wollen, entscheiden wir uns etwas außerhalb an einer Pferderennbahn zu übernachten. Nicht die schlechteste Lösung, denn hier gibt es viele saubere Toiletten ;) Jedoch sind wir uns nicht ganz so sicher ob uns das Übernachten hier gestattet ist, denn das Schild am Eingang der Pferderennbahn sagt irgendetwas zum Thema Mitgliedschaft in irgendeinem Club. Ja, leider ist das ja in englischer Sprache verfasst, dass verstehen wir nicht so gut. Deshalb übernachten wir nun einfach mal hier.
Das aufwachen ist auch ganz nett, denn man hört bereits früh morgens die ganzen Pferdchen über die Piste galoppieren.

Tag 4: Dunedin – Papatowai

Von Dunedin aus fahren wir weiter über den Southern Scenic Way, was soviel bedeutet wie... eine schöner Strand nach dem anderen und tausend kleine Highlights am Wegesrand.
Da die Straße direkt am Meer entlang führt lassen wir es uns nicht nehmen einen Stopp einzulegen an einem wunderschönen Strand, den wir mal eben für uns ganz alleine haben um die Füße ins Wasser zu halten. Weiter geht’s zum Nugget Point. Hier erklimmen wir einen Felsen auf dem oben druff ein Leuchtturm steht. Einfach nur wunderschön und leider kann man diese Schönheit nicht durch Worte beschreiben. Wir genießen einfach das Wetter, die Landschaft und den Ausblick aufs Meer mit der Gewissheit, dass das nächste Land welches irgendwann in dieser Richtung auftaucht zur Arktis gehört. Der Übernachtungsort diesmal ist Papatowai irgendwo im Nirgendwo mit einem mehr oder weniger Supermarkt und einem netten Café, das aber schon Winterpause hat also geschlossen ist.
Zunächst sind wir ziemlich einsam auf dem Campingplatz und machen uns etwas Sorgen, dass wir nachts vielleicht überfallen werden könnten. Später tauchen noch weitere Camper auf. Gott sei Dank, jetzt ist es nicht mehr ganz so unheimlich! Zudem gibt es direkt einen Strand am Campingplatz. Voller Spannung machen wir uns auf und gelangen über einen kleinen Trampelpfad an einen noch kleineren Strand. Tatsächlich bietet dieser nicht einmal Platz für ein ausgebreitetes Handtuch. Der Knaller!
Diesmal haben wir trotz Freedom-Camping sogar eine Küche zur Verfügung. Eine Dusche wäre zwar schöner gewesen, aber immerhin etwas. Dummerweise geht alle drei Minuten das Licht in der Küche aus. Das macht es etwas umständlich dort zu kochen und zu dinieren, weil man eben alle 3 Minuten zum anderen Ende des Raumes rennen muss um auf den Lichtschalter zu drücken. Jaja... crazy. Nach einem guten Mal, dass wir durch die hin und her Rennerei direkt wieder abgebaut haben, geniessen wir eine ruhige Nacht.

Tag 5: Papatowai – Invercargill

Auf dem Weg nach Invercargill hoffen wir zunächst Delphine irgendwo entlang der Küste zu entdecken. So suchen wir uns einen Parkplatz mit Ausblick aufs Meer und starren erst einmal... Hier werden uns doch laut Reiseführer Delphine versprochen, dann müssen die doch auch hier sein!!! Leider kein einer Delphin in Sicht, also machen wir uns wieder auf den Weg und fahren zu den Cathedral Caves. Eine riesige Höhle direkt am Meer, deren Eingang an das Portal einer Kirche erinnert. Gerade noch rechtzeitig bevor die Flut den Eingang verschließt schaffen wir es ein Ründchen zu drehen.
Weiter geht die Fahrt zur Curio Bay. Mal was ganz verrücktes: Ein, keine Ahnung wieviele Millionen Jahre alter, Urwald der unter einer Lavaschicht direkt im Meer liegt. Man bekommt quasi nasse Füsse während man auf versteinerten Bäumen herumklettert.

In Invercargill angekommen drehen wir ein Ründchen durchs Museum, schauen uns mal an was die Maoris aus der Gegend hier alles hinterlassen haben und dann gönnen wir uns mal wieder einen Campingplatz mit vernünftiger Dusche. Mittlerweile gehört es fast schon zu unseren Ritualen, dass wir uns abends vorm schlafen gehen einen Film anschauen oder aber auch den 3 Fragezeichen und Bibi Blocksberg lauschen. Gemütlich kuscheln wir uns dann in unseren Van, der Laptop wird in der „Küche“ aufgestellt, also auf der Ablage wo sich unsere Spülschränkchen im Kofferraum befindet und los geht’s. Der, der am längsten wach bleibt macht die Lampen aus...

Tag 6: Invercargill – Milford Sound

Heute geht’s für uns nach Milford Sound. Die Fjorde Neuseelands halten für uns nochmal eine wunderschöne Landschaft bereit... Natürlich war es bisher überall wunderschön, jedoch ist es hier nochmal ganz anderes. Zu dem Sound führt eine 100km lange Sackgasse und hier und da ergibt sich wiedermal die Gelegenheit auszusteigen und an einem wunderschönen Fleckchen zu verschnaufen. So z.B. auch an den Mirror Lakes. Das Wasser hier ist so klar, dass sich die Berglandschaft dahinter ganz klar darin spiegelt, wie der Name schon vermuten lässt.
Nachdem wir eine ganze Zeit lang nur Bergauf unterwegs waren kommen wir schließlich an einen Bergpass, durchqueren einen Tunnel und auf der anderen Seite geht’s dann erst einmal so richtig bergab. Eine Serpentinenstraße tut sich vor unseren Augen auf, die man tatsächlich von ganz oben bis ins Tal hinunter beobachten kann. Es ist ja nicht so, dass die Straßen Neuseelands sowieso schon sehr kurvenreich wären, nö, jetzt geht’s also auch noch auf einer Steilstrasse die Kurven hinunter.
Aber, was soll man sagen, der Weg hat sich mehr als nur gelohnt. Zwar etwas grünlich um die Nase aber vollends begeistert erreichen wir Milford Sound, Unten im Tal angekommen können wir direkt vorm Bishops Head, dem Wahrzeichen des Sounds, parken und den Ausblick genießen.
Ein super entspannter Nachmittag mit viel Naturkundeunterricht. Fast perfekt, wären da nicht die Sandflys die es natürlich auf Katharina abgesehen haben. Wir machen gerade noch nette Fotos von uns am Sound, so ganz Tourimäßig natürlich und schon hat Katharina einen Stich direkt auf dem Augenlied. Binnen Minuten hat sich ein kleiner Quasimodo in unsere Reisegruppe geschlichen. Es wurde aber auch langsam wieder Zeit, dass Katharina dran glauben muss... in den letzten Wochen wars ein bisschen langweilig geworden.
Unsere Übernachtungsgelegenheit für heute ist am Lake Gunn. Das erste mal für uns, dass wir ernsthaft nach einem freien Platz für unseren Bus suchen müssen, denn hier ist es tatsächlich mal sehr „busy“ wie die Aaustralier sagen würden. Doch wir können uns noch ein Plätzchen direkt am See mit schöner Aussicht ergattern. Gut, dem anderen Van dort haben wir jetzt ein bisschen die Aussicht genommen, der hätte ja aber auch anders parken können.
Blöd ist hier, wie auf allen Freedom Campingplätzen, das spärliche Licht und diesmal auch Nähe zum Wasser. Da mittlerweile unsere Taschenlampen ganz schön ausgepowert sind, gestaltet es sich als kleines Abenteuer in der Dunkelheit zur Toilette zu gelangen ohne dabei im See zu landen. Hier eignet sich die Taschenlampen App für das Handy ausgezeichnet und bietet Hilfe in der Not.
Am nächsten Morgen hat sich Quasimodo wieder verabschiedet und wir verabschieden uns auch wieder von Milford Sound und dem Lake Gunn und reisen weiter nach Queenstown.

Tag 7/8: Milford Sound – Queenstown

Am Nachmittag erreichen wir Queenstown, die Stadt die uns von allen Seiten empfohlen wurde. Tatsächlich haben wir auch bisher in Neuseeland noch nicht so viele Menschen an einem Fleck gesehen wie in Queenstown. Ein netter kleiner Skiort mit lauter netten kleinen Shops und Bars und unzähligen Möglichkeiten Funsportarten zu betreiben.
Nachdem wir mit Q-Box Camping eine unglaublich günstige Möglichkeit gefunden haben in Queenstown zu übernachten, geht’s schnell zu Stadtbesichtigung. Der erste Weg führt allerdings zum besten Burgershop des Landes, der auch ausdrücklich in der Stadtkarte vermerkt wurde. „Fergburger“ heißt das Zauberwort, dass unsere Herzen zum schmelzen bringt oder besser: den Speichel zum laufen... Richtig geil!!!
Nach diesem ausgezeichneten Abendmahl, geht die Runde weiter durch die „City“. Eine ganz chillige Atmosphäre in dieser kleinen Metropole am Lake Wakatipu und so entscheiden wir uns noch einen weiteren Tag in Queenstown zu verbringen.
Am nächsten Tag verleiten uns Umstände dann schließlich dazu, an einem Pubcrawl am Abend teilzunehmen. Abends als es dann ans „dress-up“ geht fällt jedoch auf, dass ich nicht mehr alle Schuhe beisammen habe. Meinen schönen „Ausgehschuhe“, die einzigen Schuhe die ich neben meinen Flipflops und meinen Trekkingschuhen mithabe, haben sich offensichtlich getrennt und wollten wohl nicht mehr miteinander. So ein scheiß! Durch die kurvenreichen Straßen, werden unsere Klamotten die sich hinten im Van befinden jedes mal ordentlich durchgeschüttelt und wenn die Türen hinten aufgehen fällt immer einiges raus. Wir haben wohl beim letzten Mal nicht alles wieder eingesammelt...
Tja; dann geht’s wohl heute abend in meinen leuchtend bunten Trekkingschuhen auf die Piste. Der Vorteil bei denen ist in jedem Fall, dass sie die Füsse warm halten im kalten Neuseeland.
Aber der Abend wird umso netter. Das absolute Highlight ist die Icebar (Gott sei Dank, dass richtige Schuhwerk), wo eben alles aus gefrorenem Wasser besteht. Die Sitzgelegenheiten, die Tische, die Bar, die Gläser...alles Eis.
In zahlreichen weiteren Bars genießen wir ein Getränk auf zwei gute Musik und Gesellschaft. Dann müssen Katharina und ich den Jungs auch mal zeigen wo der Hammer hängt. Anscheinend sind die alle nicht so trinkfest, was nicht heißen soll, dass wir uns regelmäßig wegbechern. Aber wir kassieren sehr auffällige Blicke als wir uns ein, vielleicht nicht gerade winziges, Bierchen genehmigen. Schließlich wird ein Klopappier -einwickelspiel gespielt, Katahrina gewinnt, der Abend ist perfekt. Wir hatten auf jeden Fall eine nette Zeit, gut teilweise waren seltsame Leute unterwegs – natürlich Deutsche Knaben mit seltsamen Dialekt, aber wir strunkeln zufrieden und angeheitert in unsere Koje.


Tag 9: Queenstown – Wanaka

Unser nächstes Ziel heißt Wanaka. Nachdem wir allerdings nach unserer Partynacht erst einmal ausschlafen müssen, machen wir uns nicht ganz so früh auf den Weg.
Auf der Route liegen jedoch noch weitereHighlights.
Der erste Weg führt uns nach Glenorchy. Zwar ist der Weg selbst schon die Reise wert, weil der Ausblick wiedereinmal richtig genial ist, jedoch ist auch diese Straße abermals sehr kurvenreich. Ja und diesmal geschieht jenes unvermeidliche: Auf unserem bisherigen Weg sind uns bereits zahlreiche tote Tiere begegnet. Natürlich immer wieder am Wegesrand, überfahren von irgendwelchen Autos. Auf unserem Weg nun sitzt also ein saudummer Falke, der seine Mahlzeit, ein totgefahrenes Possum, mitten auf der Straße genießt.
Da denkt man doch so ein Vogel, hat zwei Flügel um schnell davon zu fliegen, wenn ein böses Auto über die Strasse brettert... zumal wir ja schließlich gut zu erkennen sind, so bunt wie wir aussehen. Dieser Falke hatte wohl vergessen, wozu sich eib paar Flügel eignen. Und es ist auch noch ein großer Falke. Dementsprechend gibt es einen ordentlichen Rumps als Auto und Falke kollidieren. Für uns ein Schock. Keiner von uns hat je ein Tier überfahren. Und wir wollen am liebsten nicht anhalten, weil wir gar nicht erst sehen wollen wie der Falke gleich dem Reichsadler an unserer Kühlerhaube hängt.
Schließlich halten wir dann doch um die Lage zu checken. Alicia und ich kneifen allerdings, was die Kontrolle der Autofront angeht. Doch Katharinas Ausdruck beim Check verrät, es ist nichts ekliges zu sehen. Da hängt kein Vogel! Wäre echt blöd gewesen, hätten wir den da runter kratzen müssen. Glenorchy selbst hat nicht allzu viel zu bieten und deshalb machen wir uns bald auch wieder auf den Rückweg.
Natürlich halten wir die Augen auf um zu sehen, ob unser Vogel irgendwo herumliegt. Dann das unglaubliche: Der dämliche Vogel sitzt an der selben Stelle an der wir ihn aufgegabelt haben und ergötzt sich wieder an seiner Beute. Mein Gott. Der muss doch einen ordentlichen Brummschädel haben nachdem Zusammenprall mit unserem Auto... und nichts daraus gelernt!!! Naja wir sind trotzdem froh. Wir sind keine Falkenmörder!
Dann geht es für uns zu der Kawaru Bridge, die wahrscheinlich weltbekannt ist, weil sich hier Menschen an dünnen Seilchen in die Tiefe stürzen. Da geht’s dann mal eben 43m runter und unten wartet ein reissender Strom auf einen. Klingt doch ganz verführerisch.

Außerdem kommen wir durch Arrowtown, einer ursprünglichen Goldgräberstadt, in der man die alten Goldgräberhütten aus dem 19. Jh noch bewundern kann.
Mal abgesehen davon gibt es zahlreiche Cafés und Souveniershops und das Ganze idyllisch gelegen in einer goldgelb-orange leuchtenden Herbstlandschaft.
Unsere Mission des Tages lautet hier: Wir testen die neuseeländische Spezialität Cheeseroll.
Natürlich können wir das nur in einem dafür „preisgekönten“ Café machen und wie zufällig, ist gerade in Arrowtown eines davon. So ordern wir allesamt kurzehand eine Cheeseroll... und was soll man sagen? Die Kiwis haben einfach komische Vorstellungen von kulinarschen Spezialitäten. Die preisgekrönte Cheeseroll ist ein aufgerolltes Toast mit Schmelzkäse drin, garniert mit etwas Schnittlauch. Ganz großes Kino meine Damen und Herren.

Nächstes Ziel ist dann Wanaka. Da die Dämmerung schon einbricht und wir keine Ahnung haben wo wir übernachten können, begeben wir uns geradewegs auf die Suche und halten erst gar nicht im Städtchen an. Zum Glück werden wir nahe am Ortszentrum fündig. Diesmal schlagen wir unsere Schlafstatt auf einem stättischen Campingplatz auf.
Bisher haben wir es meist so gehandhabt, dass wir Freedom Camping auf staatlichen Campingplätzen gemacht haben. Diese halten an der Einfahrt einen Kasten mit Briefumschlägen bereit, in welche dann der Obolus für die Übernachtung gesteckt wird und das Paket dann in einen Briefkasten geworfen wird.
Bisher allerdings haben wir zwar hier und da die Briefumschläge mitgenommen, aber leider morgens vergessen sie einzuwerfen. Uups! Das Gglück war bis dato auch immer auf unserer Seite – also wir haben niemanden getroffen der uns kontrolliert hätte.
Da dieser Campingplatz nach der gleichen Methode verfährt, besorgen wir uns zwar den Briefumschlag, allerdings haben wir auch hier nicht vor etwas zu hinterlassen. Schließlich werden uns hier an Facillities nur ein Klo und ein Waschbecken, allerdings ohne Trinkwasser, angeboten.

Natürlich klopft prommt am nächsten morgen, in aller Herrgottsfrühe jemand an unsere Autotür um abzukassieren! Während Katharina und Alicia die Dame von der Behörde ablenken, sucht Steffi schnellstens den Briefumschlag um unauffällig die Kohle reinzustecken um vorgeben zu können, dass wir natürlich vorhatten zu zahlen. Wir hoffen, dass es damit ok ist und wir nicht noch 'ne Strafe bekommen. Manchmal sind die Kiwis ja ein bissl bös' mit sowas. Aber es geht alles gut. Wir sind nur um 21$ erleichtert. Trotzdem viel für ein nicht so schönes Klo!

Tag 10: Wanaka – Franz Joseph Glacier

Morgens schauen wir uns noch ein bisschen in Wanaka um, doch bescheidenes und vor allen Dingen kaltes Wetter treibt uns zügig weiter zu den Gletschern und in den Regenwald.
Der Weg zum Franz-Josef Gletscher führt uns schon bald in dichten Regenwald und irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass hinter der nächsten Ecke die Dinos aus dem Jurassic Park lungern. Dinos finden wir keine, dafür aber viele Wasserfälle, so dass man bald schon gar nicht mehr hinschaut, weil an jeder Ecke einer ist und immens viel grün ebenfalls. Um zu den Gletschern zu gelangen geht die Route weiter über den Haast Pass. Wir müssen zusehen dass der Tank gefüllt ist, denn in den nächsten Stunden gibt’s keine eine Tanke, erst wieder wenn wir über den Pass drüber sind. In Haast selbst gibt’s dafür einen Imbiss, zwar nicht das Gelbe vom Ei, trotz Empfehlung des Reiseführers, dafür aber mit der „beschwichtigenden“ Information an der Wand, dass, falls der Sprit ausgehen sollte oder irgendwas passieren sollte, die nächste Möglichkeit zum tanken und/oder Ähnliches in etwa 150km Serpentinenstraßen der einen Richtung oder aber 120 km Serpentinenstraßen der anderen Richtung zu erreichen sind. Mit dieser
Information im Hinterkopf fahren wir nur wenige Kilometer weiter, bevor wir mit einem laut krachenden Geräusch an unserem Auto konfrontiert werden.
Zunächst können wir keinen Schaden ausmachen, bis uns dann ein Riss auf der Windschutzscheibe ins Auge fällt. Da hat der Arsch von Lastwagenfahrer auf der Gravelroad doch ordentlich Gas gegeben und den verdammten Gravel auf unsere Windschutzscheibe katapultiert.
Gott sei Dank haben wir im Vorfeld die „No-Worries-Mate“ Versicherung für das Auto abgeschlossen, die alle Schäden vollständig abdeckt.
Notdürftig fixieren wir den Riss mit etwas Klebeband, was natürlich eigentlich nichts bringt – zumindest nichts für die Scheibe nur für ein besseres Gefühl eben und die Fahrt geht weiter...
In Franz-Josef angekommen entscheiden wir uns für eine Übernachtung im Rainforest Retreat. Die beste Entscheidung ever! Nicht nur dass wir mit unserem kleinen Bus mitten im Regenwald stehen und die Kulisse atemberaubend ist, zum entspannen bietet das Retreat auch noch 'nen Hot Pool unterm Sternenzelt an. Das ganze gibt’s zur Krönung auch noch für günstig Geld.
So „excited“ über diesen Schnapper schmeißt Katharina erst einmal den Schlüssel anstatt in die vorgesehene Ablage in eine Loch in der Armatur neben dem Lenkrad. Der ist weg! Wir hören nur noch wie der Schlüssel klimpernd immer weiter in den Tiefen dieses mysteriösen Loches versinkt. Scheint so als würden wir noch nicht mal zu unserem eigentlichen Stellplatz schaffen und am Gletscher festsitzen.
Wir fragen uns ob die Versicherung auch das Verlieren eines Schlüssels abdeckt, auch wenn dieser quasi im Auto verloren Gegangen ist und wenn nicht, was es wohl kosten mag, wenn jemand mit 'nem Ersatzschlüssel von Christchurch anreisen muss und ob es überhaupt einen Ersatzschlüssel gibt. Wir kommen zu dem Entschluss, dass wir uns keine dieser Optionen leisten können und überlegen schließlich ob wir diese ganze Armatur ausbauen können. Wohl eher nicht. Also klopfen wir einfach drauf los in der Hoffnung, dass der Schlüssel immer weiter nach unten rutscht, bis er unten aus einer Öffnung wieder herausfällt.
Was haben wir eine Schweineglück! Tatsächlich gelingt uns das unerwartete nach 15 Min. klopfen und fluchen und komische Blicke kassieren von Leuten die an uns vorbei marschieren, kann Alicia schließlich dass Schlüsselchen wieder rausfischen. Was wäre das Leben doch langweilig ohne diese kleinen Schockmomente.
Nun also schnell die Karre geparkt, in die Badeklamotten und bei eisigen Temperaturen (so kalt war es an dem Tag vielleicht doch nicht) zur wohlverdienten Entspannung gen Hotpools.
Am Abend gönnen wir uns im Pub, der auch noch nettes Personal hat, ein Feierabendbierchen und dann gehen auch schon die Lampen aus im Rainforest.

Tag 11: Franz-Josef – Hokitika

Nach dem Frühstück wollen wir gut gestärkt zum Gletscher. Die Sonne scheint, dass freut uns sehr und wir machen uns auf den Weg Richtung Eis. Je näher wir der Sache kommen desto stürmischer wird jedoch das Ganze. So gestaltet sich der Aufstieg zu dem kalten Weiß mitunter sehr schwierig auf den schmalen Pfaden. Es ist so stürmisch, dass wir kaum in der Spur bleiben können. Ganz an das Eis kommen wir auch leider nicht ran, ist abgesperrt. So setzen wir uns also zum Ausguck einfach mal ein bisschen zu dem Ranger aus Pappe der dort aufgestellt wurde. Wir halten es nicht lange aus, es stürmt einfach zu sehr. Für ein paar Fotos langt's noch und dann machen wir uns auf den Rückweg.
Wieder zurück am Van machen wir uns dann wieder auf Richtung Zivilisation. Auf dem Weg dahin machen wir noch einen Abstecher nach Okarito und zur Okarito Lagoon. Jedoch handelt es sich auch hier kaum um Zivilisation, denn hier wohnen nur 30 Einwohner, die dafür aber sehr idyllisch leben dürfen. Wer braucht dann schon eine Shoppingmall. Wir entspannen mit einem kleinen Snack an der Lagune und machen's dann weiter Richtung Norden. Am Ende des Tages landen wir dann schließlich in Hokitika. Der Ort selbst wirkt ziemlich ausgestorben und irgendwie hat auch schon alles geschlossen, also machen wir einen Besuch am Strand und kommen ins schwelgen bei einem herrlichen Sonnenuntergang am Meer. Am Lake Matariki schließlich, schlagen wir wenig später unser Nachtlager auf. Noch schnell was leckeres auf dem Gaskocher gezaubert und dann noch einen netten Film, unser Gute-Nacht-Ritual. Und dann werden die Äuglein zugemacht.

Tag 12: Hokitika – Greymouth

Am folgenden Morgen führt uns der Weg weiter Richtung Pancake Rocks. Hier darf also mal geraten werden wie die aussehen... Tadah! Natürlich wie gestapelte Pfannkuchen. Und hier steht eben nicht nur ein Pfannkuchenberg sondern hunderte von eben diesen.
Auch die Tierwelt ist nicht zu verachten, denn hier begegnet uns ein ganz komischer Vogel, der es ganz penetrant auf unsere Müsliriegel abgesehen hat. Diese besondere Vogelgattung hat jedoch keine Flügel, er kann also nicht mit seiner Beute davonfliegen, so gewinnen wir das Müsliduell haushoch.
Nach unserem Tagesausflug zu den Pfannkuchenbergen begeben wir uns Richtung Greymouth und lassen erstmal unseren Riss in der Frontscheibe von einem Glaser checken. Aus dem zuvor noch leicht übersehbaren Riss am unteren Fensterrand, ist mittlerweile eine doch wohl größere Schramme geworden, die man nun nicht mehr übersehen kann.
Aber der Glaser sieht das eher gelassen und meint wir können damit ruhig noch 'nen Monat rumfahren, ohne dass uns die Scheibe entgegen kommt. Schön! So bleibt unser „No-Worries-Mate“ Versicherungsschutz bestehen.
In Greymouth übernachten wir dann im Kiwi-Holiday-Park in unmittelbarer Strandnähe, wo natürlich nicht der Sonnenuntergang verpasst werden darf.

Tag 13: Greymouth – Kaikoura

Der heutige Tag hält einiges an Strecke, die es für uns zurückzulegen gilt, bereit. Heute geht’s über den Arthurs Pass von Greymouth nach Kaikoura. Legt man diese Strecke mit dem Zug zurück, so gilt sie als die schönste Schienenstraße der Welt. Wir lassen uns also überraschen.

Der Weg führt uns zunächst durch ein ewiges Tal und wir passieren die Bergkette nur, doch dann geht’s auch für uns bergauf. So ziemlich einsam auf weiter Flur erklimmen wir mit unserem Piratenmobil Meter um Meter hinauf zum Pass um oben festzustellen, die ersten Europäer die sich an dieser Stelle angesiedelt haben, waren natürlich Deutsche. Wer auch sonst???

Von der Landschaft her erinnern wir uns ein bisschen an die heimischen Alpen, doch die Farben sind ein wenig anders. Mehr gelbtöne mischen sich in das tannengrün am Wegesrand und irgendwie wirken die Berge auch größer als zuhause (sind sie aber nicht).
Auf dem Weg von Pass hinunter bietet sich dann das ultimative Alpenpanorma und kurze Erkundungstrecken liegen immer wieder am Wegesrand. Wir entscheiden und für einen kurzen Walk zu unterirdischen Höhlen und einer passenden Fotosession vor dieser schönen Kulisse, bevor wir uns auf den weiteren Weg machen.
Ganz geschickt umfahren wir später Christchurch, dass wir ja schon kennen und landen schließlich in der neuseeländischen Weinregion. Marlborough. In einem etwas abgelegenen Pub gönnen wir uns dann eine Pause bei Fish and Chips umgeben von Wein „bergen“ (hier sind es irgendwie keine Berge sondern Felder). Unser weiterer Weg führt uns mitten durch die Weinregion bis wir in tiefer Dunkelheit schließlich in Kaikoura landen. Leider bietet Kaikoura nicht die optimalsten Campinggelegenheiten und so landen wir wohl auf dem schrecklichsten Campingplatz ever.. oder zumindest der unheimlichste. Als wir ankommen sind wir umgeben von alten, nicht sehr hübschen und auch nicht bewohnten Wohnwagen. Also quasi ein Wohnwagenschrottplatz ohne Beleuchtung, gefühlt im Urwald. Von irgendwo hört man das Meer rauschen, aber sehen können wir es nicht. Wir entscheiden uns alle drei gemeinsam zum Klo zu marschieren, falls irgendwer oder irgenwas aus dem Gebüsch springen sollte. In Windeseile machen wir uns bettfertig. Zur Guten Nacht hören wir noch eine Bibi Blocksberg Folge, das beruhigt die Nerven und dann gehen die Lampen in unserem Van aus.

Tag 14: Kaikoura – Nelson

Das Erwachen morgens ist um einiges schöner als das Einschlafen am Abend zuvor. Wie wir feststellen stehen wir direkt am Meer und können auf die Weiten des Ozeans blicken. Und auch das Wetter ist herrlich. So können wir heute die Klappstühle auspacken und draußen frühstücken. Allerdings gilt es das Ganze mit Vorsicht zu genießen und die Augen aufzuhalten, denn wir haben beim einchecken etwas geschummelt. Wir haben uns heute nur mit 2 Personen angemeldet, um etwas Kohle zu sparen. Nummer 3 in der Runde muss also inkognito bleiben.
Kaikoura selbst ist ein super nettes Fischerdörfchen und bekannt für sämtliche Walarten die sich in den Gewässern umtreiben. Die größten ihrer Art kommen jedes Jahr über den Winter dorthin.
Heute probieren wir ein weiteres Nationalgericht der Kiwis. Die berühmt berüchtigte Pavlova. Eine Baisertorte mit Obstbelag. Und: Es reisst uns nicht vom Hocker. Das Vanilleeis dazu ist richtig gut. Aber die Torte ist eigentlich nur ein Haufen Baiser mit Dosenpfirsich oben druff. Die Kiwis genießen offenbar keine Gourmetküche.
Jedenfalls und das ist ja das wichtigste, ist Kaikoura ein echt nettes Städtchen. Wir genießen den Aufenthalt noch ein wenig, entscheiden uns aber auch heute noch ein gutes Stück Strecke zurückzulegen. Zunächst fahren wir Richtung Picton. Picton ist ein kleines Fischerdörfchen in den Marlborough Sounds. Von dort aus kann man mit dem Postmann auf eine Bootstour gehen. Die lieben Leute die in den Sounds wohnen bekommen quasi alles vom Postmann. Neben der Post auch Lebensmittel und die Kiddies ihr Schulmaterial, also alles was man so abgeschieden von allem nicht bekommen kann, bringt der Postmann mit seinem Böötchen. Nett dort aber sehr stürmisch. Wir springen also wiedereinmal in unsere Karre und machen's weiter Richtung Havelock.
Der Reiseführer verspricht schon, dass Havelock für seine Muscheln bekannt ist. Was der Reiseführer nicht verrät ist, dass die Straße in dieses Örtchen Achterbahn gleich eine Kurve nach der anderen bereithält. Tatsächlich geht das Ganze über 35km in denen nicht einmal 20m geradeaus verlaufen. So sind wir also gut durchgerüttelt als wir in Havelock ankommen. Dennoch erkennen wir schon von weitem den riesengroßen Topf mit Muscheln, welcher das Muschelrestaurant ziert, für das dieser Ort bekannt ist. Da wir noch etwas früh im Tag sind hat es jedoch leider geschlossen. Diesmal gibt es also keine Muscheln für uns. Bei genauerem hinschauen hat auch alles andere geschlossen, bis auf einen kleinen Laden der Fudge und Maccaroni and Cheese verkauft. Komische Mischung im Nachhinein... Jedenfalls können wir dort kurz vorm schließen noch Maccaronis und Scones abgreifen bevor wir uns dann auf nach Nelson machen. Mal wieder stehen wir vor der großen Frage: Wo übernachten wir wohl heute? Und diesmal gehen wir das ganze ganz ausgeklügelt an. Gerade angekommen in Nelson und auch schon bei MC Donalds und dem Free WiFi gecheckt was es in der Nähe für Campingplätze gibt, mit der ernüchternden Information, dass das Free Wifi zu langsam ist, um irgendwelche Seiten aufzurufen.
Verfolgen wir einen Van der ebenfalls so schön bunt ist wie unserer. Schließlich gelingt es uns die Insassen zu interviewen und wir fnden heraus, dass ein super günstiger Campingplatz in unmittelbarer Nähe zu finden ist. MaiTai Camping, für unschlagbare 6$ mit Dusche und Küche. Der absolute Knaller. Wir machen uns schleunigst auf und gelangen über eine kleine Seitenstraße an den netten, etwas alternativ gestalteten, Campingplatz. Wie nett. Alles ist schön bunt bemalt, die Küche ist gemütlich und wie genießen unser Dinner und erfreuen uns an diesem Schnäppchen.
Hach wie schön kann das Vagabundenleben sein!

Tag 15: Nelson – Zwischen Takaka und Onekaka

Am nächsten Morgen fahren wir nochmal in die Stadt rein, um uns Nelson etwas genauer anzuschauen. Nach einem kurzen Besuch der Kathedrale die hochgelegen auf einem Hügel über der Innenstadt thront und damit auch einen herrlichen Ausblick bietet. Bummel wir noch ein wenig durch die Shopping Mall. Wir halten uns jedoch nicht allzu lange auf ,denn heute soll es für uns weiter richtung Abel Tasman Nationalpark gehen. Flux hüpfen wir wieder in unsere bunte Blechbüchse. Auf dem Weg zum Nationalpark kommen wir am sogenannten Split Apple Rock vorbei, der natürlich so aussieht wie ein, in der mitte geteilter Apfel. Dieser Apfelfelsen liegt jedoch mitten im Meer. Dementsprechend können wir ihn nur von einem netten Fleckchen am Strand aus sehen. Als wir später zu unserem Van zurückkehren müssen wir feststellen, dass wohl jemand versucht hat bei uns einzubrechen. Das Schloss auf der Fahrerseite als auch das der hinteren Tür lässt sich nicht mehr mit dem Schlüssel öffnen. Aber es fehlt nichts. Offenbar ist der Versuch bei uns einzubrechen gescheitert. Nochmal Schwein gehabt! Schließlich befindet sich alles was wir derzeit besitzen in diesem Auto.
Weiter geht’s nach Marahau. Als wir eintrudeln herrscht jedoch gerade Ebbe, dass Wasser ist also ganz schön weit weg... Während Katharina und Alicia sich also auf ein Wattwanderung auf der Suche nach Wasser begeben. Mache ich es mir im Van gemütlich und beobachte lieber.
Da die Umgebung beliebt ist für Touren mit dem Jetboot oder auch mit dem Kanu, bringt die Ebbe die Problematik mit sich, dass man mit Boot oder Kanu ziemlich weit vom Ufer weg festsitzt und nicht mehr an Land gelangen kann bis die Flut einsetzt.
Ausgeklügelte Köpfe in Marahau haben daher nun ein Business daraus gemacht, gestrandete Bootstouristen inklusive Boot mit einem Trekker aufzugabeln.
Und es ist göttlich genau dies zu beobachten. Zunächst verwundert, weil einige Trekker mit Anhänger am Strand herumdüsen, erkenne ich später wie sie die Anhänger rittlings ins Wasser steuern und die Boote, die dort gerade ankommen, mitsammt ihrer Passagiere auf den Anhänger laden und dann wieder an Land bringen.
Zum schreien komisch wie Boot voller verdutzter Menschen hinter einem Traktor zu Lande geführt wird.
Als Alicia und Katharina wieder eintrudeln rauschen wir vorbei am Nationalpark Richtung Takaka bzw. hinter Takaka und vor Onekaka. Hier gibt’s das berühmt berüchtigte Mussels Inn. Hochgepriesen in unserem Reiseführer, wollen wir uns diesen Pub nicht entgehen lassen. Bekannt durch selbstgebrautes Bier, dass als bestes Bier Neuseelands ausgezeichnet wurde und natürlich der Muschelsuppe, sorgt das Mussels Inn für Aufsehen nicht nur unter Kiwis.
Als wir endlich am Mussels Inn ankommen, ist es bereits spät wir haben ordentlich Hunger und entscheiden uns für eine ordentliche Mahlzeit und natürlich für jenes preisgekrönte Bier, dem Captain Cooker. Uns gefällt es wirklich gut. Eine gemütlich Atmosphäre in einer Blockhütte mit Lagerfeuer draußen, Kamin drinnen und immer mehr Hippies die nach und nach in den Pub strömen. Die Gegend hier ist bekannt für Lebenskünstler, die eine Alternative Lebensweise bevorzugen.
Für uns heißt es heute noch, dass wir uns um einen geeigneten Rastplatz kümmern müssen. Wir fragen also beim Barpersonal mal nach ob Sie uns nicht eine geeignete Möglichkeit in der Nähe empfehlen können. Auf die Anfrage kommen auch direkt ein paar Vorschläge und Empfehlungen und schließlich aber der Hinweis, dass am Abend noch eine sehr gute Irish-Folk Band im Pub auftritt und das wir daher am besten direkt auf dem Parkplatz übernachten, die Facilities sind eh zugänglich. Wie cool ist das denn! Also beide Daumen hoch für das Mussels Inn! Und die Band war auch klasse. Wir tanzen uns noch ein wenig in die Nacht hinein und nachdem nun auch niemand mehr fahren muss, ist auch noch ein Bier drin.

Tag 16: Onekaka - Murchinson

Nach einer mehr als nur amüsanten Nacht im Mussels Inn, schauen wir dass wir uns früh morgens aus dem Staub machen. Man weiß ja nie was die Cops davon halten, wenn man so mitten in der Walachei auf 'nem Parkplatz steht. Auf dem Weg zurück nach Marahau halten wir in einem netten kleinen Dörfchen direkt am Strand gelegen. Da das Wetter heute mal richtig schön ist holen wir unsere Klappstühle raus und diesmal gibt es das Frühstück direkt am Strand. Danach machen wir noch einen schönen Spaziergang sammeln ein paar Muscheln und bald geht die Tour weiter. Wo wir schon so Nahe am Abel Tasman Bationalpark sind, wollen wir zumindest ein kleines Stück des Abel Tasman Costal Tracks zurücklegen, der sich insgesamt über 38 km zieht.
Wir machen uns also auf Wanderschaft und legen ein kleines Stück vorbei an Strand und Felsküste, Wald und Wiesen zurück. Nach einem kurzen Verschnaufen an einem einsamen Strand am Wegesrand machen wir uns wieder auf den Rückweg. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes, denn so langsam müssen wir uns wieder auf in Richtung Christchurch machen. In 2 Tagen gehen unsere Flieger Richtung Australien.
Für den Rückweg haben wir uns überlegt unbedingt noch in Hamner Spring zu halten um uns mit einem letzten erholsamen Tag in den örtlichen Thermen zu belohnen. Vom Abel Tasman ist die Reise nach Hamner allerdings etwas lang. Wir legen also einen Zwischenstopp in Murchinson ein, was ca. auf halber Strecke liegt. Der Campingplatz ist nicht das gelbe vom Ei, aber der einzige in Näherer Umgebung. Ein deutsches Ehepaar und auch die Jungs aus der Umgebung gehen uns ziemlich auf den Sack. Die sind irgendwie komisch und das Internet funktioniert auch nicht.
Insgesamt also kaum nennenswert.

Tag 17: Murchinson – Hamner Springs

Nach dem Frühstück machen wir uns dann schließlich auf den Weg nach Hamner Springs. Auf Grund der Schwefelquellen dort, ist der Ort als Kurort bekannt. Und auch wir freuen uns auf einen entspannten Nachmittag in den heilenden Thermen.
Der Ort selbst hat neben den Quellen nicht so viel zu bieten, ein paar kleine Tourishops, einen kleinen Supermarkt, ein Kurhaus, ein paar Cafés und das war es dann auch. Es wirkt alles sehr sympathisch, aber eine Metropole ist es nicht.
Ein paar Kilometer weiter, mitten im Wald, finden wir einen kleinen Campingplatz mit einer gemütlichen Küche. Nach einer ersten Erkundung sind zufrieden mit unserem Fund im Wald, packen unsere Sachen zusammen und nichts wie in die Therme.
3 ½ Stunden Entspannung. Das tut gut. In zahlreichen Pools mit den verschiedensten Temperaturen von extrem kalt bis extrem heiß zelebrieren wir das Ende unserer Reise.
Der letzte Abend in Neuseeland und wir sind vollends zufrieden. Ein wunderschönes Land, nette Menschen und tolle Erlebnisse haben die letzten 3 Wochen zu einem unvergesslichen Abenteuer gemacht.
Für uns 3 ist klar: Wir kommen wieder! Beim nächsten Mal geht es dann auf die Nordinsel.

Auch beim Abendessen stoßen wir nochmal auf unsere Reise mit einem letzten „Neuseelandweinsche“ an. Eine nette ältere Dame aus England, wohl Hippie so bunt wie sie ist, bestätigt ebenfalls unseren Eindruck der neuseeländischen Südinsel. Sie hat sich bereits in den 70ern in die Insel am anderen Ende der Welt verliebt und kommt seitdem immer wieder. So soll auch für uns dies nicht der letzte Aufenthalt gewesen sein.


Tag 18: Hamner Springs – Christchurch

Nachdem Aufwachen gibt’s nochmal ein ausgiebiges Frühstück und dann heißt es Sachen packen und den Van wieder in einen astreinen Zustand versetzen bevor wir wieder nach Christchurch düsen. In den 3 Wochen haben wir unser Hab und Gut in wirklich jeder Ritze des Vans verstaut und dies gilt es nun wieder in unsere Rucksäcke zu quetschen.
Nachdem das Wunder vollbracht ist und auch der Van wieder glänzt, geht unsere letzte Fahrt der Reise Richtung Christchurch.
Bevor Katharina und ich den Van dann abgeben, setzen wir Alicia noch am Flughafen ab. Ihr Flieger geht bereits mittags, während wir beide noch bis früh am nächsten morgen warten müssen.
Wir sagen uns noch ein schnelles „Tschüss, wir sehen uns dann in Sydney“ und schon hebt der Flieger ab.
Wir beide bringen den Van zurück und sind letzten Endes froh, dass wir uns die teuerste Versicherung zu Beginn der Reise geleistet haben, denn mit unserem Riss in der Scheibe und den kaputten Türschlössern, hätten wir sicherlich nochmal drauf gezahlt.
Doch tatsächlich beanstandet der Autofritze, dass zu wenig Sprit im Auto ist und wir sollen ihm nochmal 20$ zum tanken dalassen. Der Penner. Aber wir haben keinen Bock mehr auf Rabatz und geben brav 20$ Tankgeld.
Schließlich verlassen wir mir unserem Handgepäck später für den Flieger und jeder mit einer Mülltüte den Autoverleih und begeben uns in die Innenstadt. In den Mülltüten haben wir das zusammengesammelt, was wir noch schnell mit einem Paket von Neuseeland nach Deutschland schicken müssen (im laufe der Zeit haben sich doch ein paar Teile herauskristalisiert, die man wirklich nicht auf der Reise braucht). Der Versand von Neuseeland aus ist um einiges günstiger als von Australien, deshalb erledigen wir das noch eben von hier aus.
Schließlich gehen wir nochmal schnell zum Supermarkt und kaufen Proviant für die Nacht und nehmen den nächsten Bus Richtung Flughafen. Der Plan ist, die Nacht hier zu verbringen um uns Hostelkosten zu sparen, welches wir ja eh nur wenige Stunden in Anspruch nehmen würden.
Bereits bei der Ankunft in Christchurch haben wir am Flughafen den Übernachtungsbereich für Fluggäste ausgekundschaftet und dieser schien nicht allzu schlecht zu sein.
Als wir jedoch am Flughafen ankommen finden wir anstelle des Übernachtungsbereiches ein Schild vor, welches besagt, dass eben dieser vor wenigen Tagen wegen Bauarbeiten geschlossen wurde. Alle Fluggäste werden gebeten zwischen 0:00 und 3:00 den Flughafenbereich zu verlassen.... W h a t t h e F u c k...???
Auch die Informationstante bestätigt, dass wir nicht über Nacht bleiben können. Uns wird ein Motel in der Nähe empfohlen, welches mal eben 180$ pro Person kosten soll. Haha!!!
Zwar haben wir geplant nicht mehr aufmüpfig zu werden, aber wir protestieren und bleiben wie zahlreiche andere Backpacker mal einfach in der Wartehalle sitzen bis wir schließlich um Punkt 0:00 vor die Tür gesetzt werden.
Wie ich ja bereits erwähnt hatte, ist es Winter in Neuseeland und dementsprechend sind auch die Temperaturen. Außerdem ist es nass draußen, so dass man sich nicht einmal gescheit irgendwo hinhocken kann. Mal ganz abgesehen davon, dass wir auch jeweils 30kg Gepäck mitschleppen (Wir haben noch unsere Campingausrüstung aus Mildura dabei).
Ein netter junger Herr der Flughafen-Security hat schließlich Mitleid und flüstert Katharina ins Öhrchen, dass wir den blauen Fußspuren folgen sollen.
Wir sind beide nicht sicher ob wir den jungen Mann richtig verstanden haben und zweifeln an unseren Englischkenntnissen. Was soll das denn für ein Spiel sein? Flughafenschnitzeljagd???
Aber tatsächlich entdecken wir am Flughafenausgang blaue Fußspuren auf dem Boden und wie uns aufgetragen wurde, folgen wir diesen. Was soll schon schief gehen? Wir haben ja genügend Zeit!
So machen wir uns mit einer Holländerin zusammen auf den Weg und entdecken nach ca. 300 Metern das Arctic Center in Christchurch. Im Innenhof des Centers holen wir unser Zelt raus und unsere Schlafsäcke, kuscheln uns zusammen, schmeißen den Laptop an, holen unseren Proviant raus und schauen uns bei Eiseskälte vorm Arctic Center in Christchurch um 0:30 in der Nacht den Film „Avatar“ an. So vergeht die Zeit im Flug und pünktlich mit Ende des Films, er hat ja Überlänge, können wir wieder ins Warme. Und kurz danach sitzen wir dann auch schon im Flieger. Bye Bye New Zealand and hello Sydney!!!

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