Great Ocean Road - SA/VIC - Australien
29.01. heute geht's los. Nachdem wir in der letzten Woche via Gumtree (dem Onlineportal für fast alles in Australien -> Arbeit, Trödel, Kontakte etc.) Mitreisende nach Melbourne über die Great Ocean Road gefunden haben (Jeroen aus den Niederlanden, Sandra aus dem schönen Erding und Gina, die haben wir aber in der Tram gefunden) und wir uns um einen "vernünftigen" Wagen gekümmert haben (es ist ein Wicked Van aber später mehr dazu), kann es endlich losgehen.
Ersteinmal den Wagen abholen. Es ist ein Minivan; er hat eine kleine Küche im Kofferraum; er bietet Platz für 5 Personen und vor allen Dingen ist er bunt. Innen bunt außen bunter, prima! Nachdem der Hahn im Hühnerstall sich als erster Fahrer zur Verfügung stellt, geht's zunächst durch den Stadtverkehr in Adelaide (Linksverkehr: Obacht!!!) um unser Gepäck einzuladen. Nachdem jenes geschafft ist, kommen bei uns erste Zweifel auf, denn irgendwie schmälert sich der Eindruck, dass 5 Mann inklusive Gepäck in diesem Wagen übernachten können.
Aber die Sorgen sind schnell vergessen, schließlich geht unser Roadtrip, den wir uns so sehr herbeigesehnt haben, nun los...
Zunächst geht die Reise Richtung Grampiens, einem Nationalpark der sich quasi auf dem Weg zur Great Ocean Road befindet. Dieser Abschnitt unserer Tour ist der längste. Heute gibt es noch kein Sightseeing sondern nur fahren, fahren, fahren. Jeder, außer Gina, die ist zu klein mit ihren 19 Jahren, darf auch mal ans Steuer und sich dem australischen Linksverkehr stellen.
Bei guter Musik steigt die Laune und unser Ziel ist bald zumindest fast erreicht. Da unsere Mühle nicht die schnellste ist und dringend davon abgeraten wird bei Nacht zu fahren, weil hier und da Kängeruhs und andere Tiere die Fahrbahn kreuzen, entscheiden wir uns kurz vor Einbruch der Dunkelheit auf einem Parkplatz im Nationalpark zu übernachten. Den Ort den wir eigentlich anvisiert hatten, können wir vor Einbruch der Dunkelheit nicht mehr erreichen. Der ist noch eine halbe Stunde entfernt und ein paar Kängeruhs sind uns schon begegnet, also gehen wir auf Nummer sicher und entscheiden uns für Wildcamping. Der Parkplatz hat außer Plumsklos leider nichts zu bieten, aber immerhin...zudem sind weitere Camper da. So sind wir nicht ganz verloren, falls uns nachts wilde Tiere überfallen. Surprise, Surprise die anderen Camper sind natürlich Deutsche, um ganz genau zu sein sind es Sachsen, wie der Dialekt schnell zu erkennen gibt. Die freuen sich das wir da sind, noch ... ^^
Weil wir alle so mega hungrig sind, schmeißen wir schnell den Gaskocher an. Heute gibt's Pasta, ganz extraordinary, aber es geht schnell und schmeckt! Getrunken wird Bier und Goon.

Während die Mädels ihre häuslichen Fähigkeiten beim kochen ausleben, prepariert Jeroen bereits den Bus für die Nacht (er versucht es, braucht aber unsere Hilfe). Der Bus muss etwas umgebaut werden, damit wir da alle drin schlafen können. So wird der hintere Teil des Busses zu Liegeflächen umgebaut für die das Gepäck weichen muss. Das kommt jetzt in den Fahrerraum. Jeroen organisiert dies dann netterweise alleine, jedoch mit der Ansage, dass wir die Türen vorsichtig schließen sollen, damit kein Gepäck auf die Hupe fällt.
Das Essen ist auch bald fertig und nach einem langen Tag genießen wir irgendwie doch eher kalte Nudeln mit Tomatensoße und ein gutes Bier bevor plötzlich....DÖÖÖÖHHHHHHHHHH... die Hupe von unserem Van losdröhnt. Wir können nicht mehr vor Lachen. Tja lieber Jeroen, doch nicht so gut gepackt....Nachdem wir uns von unserem Lachanfall erholt haben ist das Problem schnell behoben und wir quatschen und trinken noch bis in die schwarze Nacht hinein, zwischendurch beschweren sich die Sachsen noch über die Lautstärke und etwas später machen wir uns schon bettfertig. Schnell die Schlafsachen aus dem Rucksack geholt, der sich ja vorne im Gepäckraum befindet und dann, das unvermeidliche.... DÖÖÖÖÖÖHHHH....shit! Und diesmal liegt soviel Gepäck auf der Hupe, dass das Problem nicht ganz so schnell behoben ist. Die Sachsen haben sich sicherlich gefreut! Für uns ist es mal wieder die absolute Gaudi.
Jetzt geht's ans schlafen. Und das sieht bei 5 Leuten in einem Minivan folgendermaßen aus:
Zunächst müssen die zwei Sitzplätze hinten umgedreht werden, damit man dort ein Holzbrett drauflegen kann, mit zwei weiteren Holzbrettern auf einem Kasten und drei Matratzen sind die Schlafplätze für 3 Personen schnell hergerichtet. Zwei weitere Personen schlafen unter dem Dach des Vans auf Feldbetten die mit einer Hängevorrichtung versehen wurden. Weder die unten haben viel Platz nach oben, weil dort schon die Feldbetten hängen, noch unter der Decke bleibt viel Raum nach oben übrig. Unser Bussi ist halt nur ein Minivan. Gott sei Dank ist es nicht gerade warm draußen, so ist es nicht so schlimm, dass wir uns alle aneinander kuscheln müssen.
Schwierig wird das Ganze, wenn einer aus dem Bus wieder raus muss und leider haben wir alle relativ viel getrunken und wenn einer aufs Klo muss, dann muss derjenige sich natürlich erstmal den Weg zur Tür bahnen.
Unser Hahn im Korb ist leider mit einer Mädchenblase gesegnet und muss ungefair alle 5 Minuten pinkeln. Zwischendurch müssen die anderen dann auch jeweils einmal, außer Katharina, die hat ne "Schweineblase" (O-Ton). So kann man die Nacht nicht gerade als erholsam bezeichnen, weil immer wieder irgendjemand pinkeln muss und alle anderen dann auch aus dem Van müssen.
Am Morgen gibts ein schnelles Frühstück und eine Katzenwäsche für jeden (haben nur Wasser in unserem Kanister, dass reicht noch zum Zähneputzen, der Rest ist fürs spülen drauf gegangen) und dann geht's weiter. In der Touri-Info im nächsten Ort erkundigen wir uns, was man sich dringend ansehen muss und so geht der erste Weg zu den Balconys und der Name ist Programm. Ein Felsen der aussieht wie ein Balkon und mitten ins Tal ragt. Eigentlich ist das betreten verboten, aber wir kommen ja nicht von hier... deshalb haben wir das nicht gewusst.
Weiteres Highlight der Grampiens sind die MacKenzie Falls. Da erholen wir uns ein bisschen, wir hatten ja schließlich eine harte Nacht.


Danach machen wir uns wieder auf den Weg Richtung Great Ocean Road. Diese Fahrt dauert auch nochmal bis in den frühen Abend, bis wir schließlich in PortFairy ankommen. Dort übernachten wir diesmal auf dem Gumtree Caravan Park. Da uns die letzte Nacht und auch der ganze Tag im Van und die Besteigung der Baconys und auch der MacKenzie Falls so viel Kraft gekostet hat, gönnen wir uns heute was. Es gibt BBQ und einen leckeren Salat. Yummy! Bei Musik und Quatschen neigt sich der Tag dem Ende zu. Alle gönnen sich die verdiente Dusche und schon gehen im Van die Lichter aus.
Am nächsten Morgen zaubert Jeroen für uns das Frühstück. Es gibt Spiegelei und Toast usw. ein wahrer Luxus. Gut gestärkt soll die Reise weitergehen, denn es steht noch viel an.

Nachdem der Van wieder fahrtauglich gemacht ist und aus unsere Schlafkoje wieder ein Gefährt geworden ist (unser Van ist ein Tranformer) sitzen wir auch wieder im Bus und sind startklar - der Van leider nicht! Der springt nicht an. Verdammt!
Was tun? Erstmal die Batterie suchen. Unsere netten Nachbarn bieten auch sofort Starthilfe an, haben aber auch keine Idee wo die Batterie sein könnte. Also unseren lieben Van an den Wagen unserer Nachbarn angeseilt und so versuchen ihn wieder zum laufen zu kriegen. Während der Van vom Hof rollt, habe ich endlich einen von der Pannenhilfe am Hörer (da muss man wohl auch erst 10 mal anrufen!!!). Cool, ich weiß jetzt wo die Batterie ist, aber der Van ist weg.
Irgendwann taucht der andere Wagen dann wieder auf, Jeroen mit unserem Van nicht (?)
Ja ok. Mhhh...der Van scheint auf jeden Fall wieder zu laufen, aber hat Jeroen uns vergessen? Sind das vielleicht doch zuviele Hühner für einen Hahn???? - Nein! Jeroen biegt bald um die Ecke (haha er ist einmal am Campingplatz vorbei gefahren und hat es nicht gemerkt) und wir springen schnell in unser Autochen und die Tour kann weiter gehen.
Heute geht's zum ersten Mal auf die Great Ocean Road.
Doch der Wettergott ist heute nicht mit uns und lässt es eiskalt Schnürsenkel regnen. So schauen wir uns heute nur die Stelle an wo einmal die London Bridge war, die eine Felsenplattform die zwei Felsen wie eine Brücke miteinander verbunden hat. Das Ding ist aber 1990 eingestürzt und zwei Touristen sind dabei auf dem einen Felsen zurückgeblieben und konnten nicht mehr an Land. Ganz witzig eigentlich, weil diese beiden Leute eine heimliche Affäre hatten, aber durch den Medienrummel der durch den Einsturz der London Bridge entstanden ist, wurde das ganze natürlich aufgedeckt, aber dass nur am Rande...

Jedenfalls haben wir uns schnellst möglich wieder von der Küstenstraße verabschiedet und uns in Port Campbell einen Campingplatz gesucht. Den Gemeinschaftsraum haben wir in nullkommanichts eingenommen. Die Pizza in die Microwelle gesteckt (Ofen war nicht vorhanden) und das Bier ausm Auto geholt und die Glotze an... besser kann man einen verregneten Tag unterwegs nichts gestalten.... oder doch???
Es muss noch eine Kiste Goon her stellen wir schnell fest und nach der zweiten Kiste (die fassen jeweils 4 Liter) ist die Stimmung richtig groß. Wir geben unseren Mitmenschen eine Einweisung in klassisches Ballett, küren Scream and Shout von Will i. Am und Britney Bitch zum Roadtrip Song, geben Rat in Liebesdingen und verführen Minderjährige zum Alkoholgenuss....klasse Abend! Dann ist aber auch Zeit fürs Bett. Morgen soll's früh losgehen; wir haben schließlich noch viel vor.
Nach einer fast erholsamen Nacht, es gab einen Pippi-Zwischenfall und alle wurden dadurch wach, geht's es zunächst zu den Gibson Steps und dann zu den 12 Aposteln (es sind aber gar nicht 12 höchsten 9). Als wir Lorne erreichen ist gerade Lunchtime, so genehmigen wir uns Fish und Chips in dem schönen Küstenörtchen und schließlich fahren nach Torquay, unserem letzten Stopp auf der Great Ocean Road.


Da wir auf den Campingplätzen immer ordentlich blechen mussten für fünf Personen und wir arme Backpacker sind, entscheiden wir uns diesmal dafür nur für drei Leute zu bezahlen. Das erscheint uns ein fairer Deal, unser kleiner Bus nimmt schließlich nicht viel Platz weg. Das heißt aber, dass man auch nur 3 Personen sehen darf sobald wir die Campingplatz entern. So verstecken Sandra und ich uns, als wir die Schranke passieren, in Mitten dem Gepäck und bedecken uns mit stinkenden Handtüchern... aber, immerhin, 30$ gespart.
Nachdem die letzte Nacht sehr exzessiv war, lassen wir diesen Abend ruhig ausklingen. Jeroen kocht für uns, wir Mädels gammeln im Van, dann wird lecker gegessen und nicht ganz viel später liegen auch schon alle in den Federn und wir schauen einen netten Film zum einschlafen.
Der letzte Tag unseres Roadtrips führt uns schließlich nach Melbourne. Wir genießen nochmal einen wunderschönen Abschnitt der Great Ocean Road mit vielen Klippen und Felsen und stets am blauen Ozean, verewigen uns an der Decke unseres Bussis (das haben alle anderes vor uns auch schon gemacht) und biegen dann auf den Highway Richtung Melbourne. Hier endet unsere Tour. Es war wunderschön und wir hatten eine tolle Zeit und werden dieses Abenteuer sicher nicht vergessen.
Ersteinmal den Wagen abholen. Es ist ein Minivan; er hat eine kleine Küche im Kofferraum; er bietet Platz für 5 Personen und vor allen Dingen ist er bunt. Innen bunt außen bunter, prima! Nachdem der Hahn im Hühnerstall sich als erster Fahrer zur Verfügung stellt, geht's zunächst durch den Stadtverkehr in Adelaide (Linksverkehr: Obacht!!!) um unser Gepäck einzuladen. Nachdem jenes geschafft ist, kommen bei uns erste Zweifel auf, denn irgendwie schmälert sich der Eindruck, dass 5 Mann inklusive Gepäck in diesem Wagen übernachten können.
Aber die Sorgen sind schnell vergessen, schließlich geht unser Roadtrip, den wir uns so sehr herbeigesehnt haben, nun los...
Zunächst geht die Reise Richtung Grampiens, einem Nationalpark der sich quasi auf dem Weg zur Great Ocean Road befindet. Dieser Abschnitt unserer Tour ist der längste. Heute gibt es noch kein Sightseeing sondern nur fahren, fahren, fahren. Jeder, außer Gina, die ist zu klein mit ihren 19 Jahren, darf auch mal ans Steuer und sich dem australischen Linksverkehr stellen.
Bei guter Musik steigt die Laune und unser Ziel ist bald zumindest fast erreicht. Da unsere Mühle nicht die schnellste ist und dringend davon abgeraten wird bei Nacht zu fahren, weil hier und da Kängeruhs und andere Tiere die Fahrbahn kreuzen, entscheiden wir uns kurz vor Einbruch der Dunkelheit auf einem Parkplatz im Nationalpark zu übernachten. Den Ort den wir eigentlich anvisiert hatten, können wir vor Einbruch der Dunkelheit nicht mehr erreichen. Der ist noch eine halbe Stunde entfernt und ein paar Kängeruhs sind uns schon begegnet, also gehen wir auf Nummer sicher und entscheiden uns für Wildcamping. Der Parkplatz hat außer Plumsklos leider nichts zu bieten, aber immerhin...zudem sind weitere Camper da. So sind wir nicht ganz verloren, falls uns nachts wilde Tiere überfallen. Surprise, Surprise die anderen Camper sind natürlich Deutsche, um ganz genau zu sein sind es Sachsen, wie der Dialekt schnell zu erkennen gibt. Die freuen sich das wir da sind, noch ... ^^
Weil wir alle so mega hungrig sind, schmeißen wir schnell den Gaskocher an. Heute gibt's Pasta, ganz extraordinary, aber es geht schnell und schmeckt! Getrunken wird Bier und Goon.

Während die Mädels ihre häuslichen Fähigkeiten beim kochen ausleben, prepariert Jeroen bereits den Bus für die Nacht (er versucht es, braucht aber unsere Hilfe). Der Bus muss etwas umgebaut werden, damit wir da alle drin schlafen können. So wird der hintere Teil des Busses zu Liegeflächen umgebaut für die das Gepäck weichen muss. Das kommt jetzt in den Fahrerraum. Jeroen organisiert dies dann netterweise alleine, jedoch mit der Ansage, dass wir die Türen vorsichtig schließen sollen, damit kein Gepäck auf die Hupe fällt.
Das Essen ist auch bald fertig und nach einem langen Tag genießen wir irgendwie doch eher kalte Nudeln mit Tomatensoße und ein gutes Bier bevor plötzlich....DÖÖÖÖHHHHHHHHHH... die Hupe von unserem Van losdröhnt. Wir können nicht mehr vor Lachen. Tja lieber Jeroen, doch nicht so gut gepackt....Nachdem wir uns von unserem Lachanfall erholt haben ist das Problem schnell behoben und wir quatschen und trinken noch bis in die schwarze Nacht hinein, zwischendurch beschweren sich die Sachsen noch über die Lautstärke und etwas später machen wir uns schon bettfertig. Schnell die Schlafsachen aus dem Rucksack geholt, der sich ja vorne im Gepäckraum befindet und dann, das unvermeidliche.... DÖÖÖÖÖÖHHHH....shit! Und diesmal liegt soviel Gepäck auf der Hupe, dass das Problem nicht ganz so schnell behoben ist. Die Sachsen haben sich sicherlich gefreut! Für uns ist es mal wieder die absolute Gaudi.
Jetzt geht's ans schlafen. Und das sieht bei 5 Leuten in einem Minivan folgendermaßen aus:
Zunächst müssen die zwei Sitzplätze hinten umgedreht werden, damit man dort ein Holzbrett drauflegen kann, mit zwei weiteren Holzbrettern auf einem Kasten und drei Matratzen sind die Schlafplätze für 3 Personen schnell hergerichtet. Zwei weitere Personen schlafen unter dem Dach des Vans auf Feldbetten die mit einer Hängevorrichtung versehen wurden. Weder die unten haben viel Platz nach oben, weil dort schon die Feldbetten hängen, noch unter der Decke bleibt viel Raum nach oben übrig. Unser Bussi ist halt nur ein Minivan. Gott sei Dank ist es nicht gerade warm draußen, so ist es nicht so schlimm, dass wir uns alle aneinander kuscheln müssen.
Schwierig wird das Ganze, wenn einer aus dem Bus wieder raus muss und leider haben wir alle relativ viel getrunken und wenn einer aufs Klo muss, dann muss derjenige sich natürlich erstmal den Weg zur Tür bahnen.
Unser Hahn im Korb ist leider mit einer Mädchenblase gesegnet und muss ungefair alle 5 Minuten pinkeln. Zwischendurch müssen die anderen dann auch jeweils einmal, außer Katharina, die hat ne "Schweineblase" (O-Ton). So kann man die Nacht nicht gerade als erholsam bezeichnen, weil immer wieder irgendjemand pinkeln muss und alle anderen dann auch aus dem Van müssen.
Am Morgen gibts ein schnelles Frühstück und eine Katzenwäsche für jeden (haben nur Wasser in unserem Kanister, dass reicht noch zum Zähneputzen, der Rest ist fürs spülen drauf gegangen) und dann geht's weiter. In der Touri-Info im nächsten Ort erkundigen wir uns, was man sich dringend ansehen muss und so geht der erste Weg zu den Balconys und der Name ist Programm. Ein Felsen der aussieht wie ein Balkon und mitten ins Tal ragt. Eigentlich ist das betreten verboten, aber wir kommen ja nicht von hier... deshalb haben wir das nicht gewusst.
Weiteres Highlight der Grampiens sind die MacKenzie Falls. Da erholen wir uns ein bisschen, wir hatten ja schließlich eine harte Nacht.


Danach machen wir uns wieder auf den Weg Richtung Great Ocean Road. Diese Fahrt dauert auch nochmal bis in den frühen Abend, bis wir schließlich in PortFairy ankommen. Dort übernachten wir diesmal auf dem Gumtree Caravan Park. Da uns die letzte Nacht und auch der ganze Tag im Van und die Besteigung der Baconys und auch der MacKenzie Falls so viel Kraft gekostet hat, gönnen wir uns heute was. Es gibt BBQ und einen leckeren Salat. Yummy! Bei Musik und Quatschen neigt sich der Tag dem Ende zu. Alle gönnen sich die verdiente Dusche und schon gehen im Van die Lichter aus.
Am nächsten Morgen zaubert Jeroen für uns das Frühstück. Es gibt Spiegelei und Toast usw. ein wahrer Luxus. Gut gestärkt soll die Reise weitergehen, denn es steht noch viel an.

Nachdem der Van wieder fahrtauglich gemacht ist und aus unsere Schlafkoje wieder ein Gefährt geworden ist (unser Van ist ein Tranformer) sitzen wir auch wieder im Bus und sind startklar - der Van leider nicht! Der springt nicht an. Verdammt!
Was tun? Erstmal die Batterie suchen. Unsere netten Nachbarn bieten auch sofort Starthilfe an, haben aber auch keine Idee wo die Batterie sein könnte. Also unseren lieben Van an den Wagen unserer Nachbarn angeseilt und so versuchen ihn wieder zum laufen zu kriegen. Während der Van vom Hof rollt, habe ich endlich einen von der Pannenhilfe am Hörer (da muss man wohl auch erst 10 mal anrufen!!!). Cool, ich weiß jetzt wo die Batterie ist, aber der Van ist weg.
Irgendwann taucht der andere Wagen dann wieder auf, Jeroen mit unserem Van nicht (?)
Ja ok. Mhhh...der Van scheint auf jeden Fall wieder zu laufen, aber hat Jeroen uns vergessen? Sind das vielleicht doch zuviele Hühner für einen Hahn???? - Nein! Jeroen biegt bald um die Ecke (haha er ist einmal am Campingplatz vorbei gefahren und hat es nicht gemerkt) und wir springen schnell in unser Autochen und die Tour kann weiter gehen.
Heute geht's zum ersten Mal auf die Great Ocean Road.
Doch der Wettergott ist heute nicht mit uns und lässt es eiskalt Schnürsenkel regnen. So schauen wir uns heute nur die Stelle an wo einmal die London Bridge war, die eine Felsenplattform die zwei Felsen wie eine Brücke miteinander verbunden hat. Das Ding ist aber 1990 eingestürzt und zwei Touristen sind dabei auf dem einen Felsen zurückgeblieben und konnten nicht mehr an Land. Ganz witzig eigentlich, weil diese beiden Leute eine heimliche Affäre hatten, aber durch den Medienrummel der durch den Einsturz der London Bridge entstanden ist, wurde das ganze natürlich aufgedeckt, aber dass nur am Rande...

Jedenfalls haben wir uns schnellst möglich wieder von der Küstenstraße verabschiedet und uns in Port Campbell einen Campingplatz gesucht. Den Gemeinschaftsraum haben wir in nullkommanichts eingenommen. Die Pizza in die Microwelle gesteckt (Ofen war nicht vorhanden) und das Bier ausm Auto geholt und die Glotze an... besser kann man einen verregneten Tag unterwegs nichts gestalten.... oder doch???
Es muss noch eine Kiste Goon her stellen wir schnell fest und nach der zweiten Kiste (die fassen jeweils 4 Liter) ist die Stimmung richtig groß. Wir geben unseren Mitmenschen eine Einweisung in klassisches Ballett, küren Scream and Shout von Will i. Am und Britney Bitch zum Roadtrip Song, geben Rat in Liebesdingen und verführen Minderjährige zum Alkoholgenuss....klasse Abend! Dann ist aber auch Zeit fürs Bett. Morgen soll's früh losgehen; wir haben schließlich noch viel vor.
Nach einer fast erholsamen Nacht, es gab einen Pippi-Zwischenfall und alle wurden dadurch wach, geht's es zunächst zu den Gibson Steps und dann zu den 12 Aposteln (es sind aber gar nicht 12 höchsten 9). Als wir Lorne erreichen ist gerade Lunchtime, so genehmigen wir uns Fish und Chips in dem schönen Küstenörtchen und schließlich fahren nach Torquay, unserem letzten Stopp auf der Great Ocean Road.


Da wir auf den Campingplätzen immer ordentlich blechen mussten für fünf Personen und wir arme Backpacker sind, entscheiden wir uns diesmal dafür nur für drei Leute zu bezahlen. Das erscheint uns ein fairer Deal, unser kleiner Bus nimmt schließlich nicht viel Platz weg. Das heißt aber, dass man auch nur 3 Personen sehen darf sobald wir die Campingplatz entern. So verstecken Sandra und ich uns, als wir die Schranke passieren, in Mitten dem Gepäck und bedecken uns mit stinkenden Handtüchern... aber, immerhin, 30$ gespart.
Nachdem die letzte Nacht sehr exzessiv war, lassen wir diesen Abend ruhig ausklingen. Jeroen kocht für uns, wir Mädels gammeln im Van, dann wird lecker gegessen und nicht ganz viel später liegen auch schon alle in den Federn und wir schauen einen netten Film zum einschlafen.
Der letzte Tag unseres Roadtrips führt uns schließlich nach Melbourne. Wir genießen nochmal einen wunderschönen Abschnitt der Great Ocean Road mit vielen Klippen und Felsen und stets am blauen Ozean, verewigen uns an der Decke unseres Bussis (das haben alle anderes vor uns auch schon gemacht) und biegen dann auf den Highway Richtung Melbourne. Hier endet unsere Tour. Es war wunderschön und wir hatten eine tolle Zeit und werden dieses Abenteuer sicher nicht vergessen.
SteffiKatharina - 18. Feb, 01:22

